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Die Sonnentänzerin

Gemälde Acryl, 40 x 80 cm, käuflich: Sonja Hager
Sonnentänzerin
Wohlig um die ganze Sonne wehen,
sprühend Staub und Dunst zerglühen sehen,
Blitzezeiten müßig fortgewoben,
Weg und Raum sind winzig aufgehoben.

Neutrinos, erfrischend,
spritzen ihr Antlitz
und trunk’ne Küsse saufen Tropfen.
Die pochen’s Herz! Wie brennt’s die Kehle!
Welch würzig süßer Feuerodem,
immer wieder heiß!

Strahlende Wärme in leuchtenden Farben,
vom Fuß bis zum Haupte in mächtigen Garben,
durchflutet in lodernder Aura mit Würde
die tanzende Göttin, ganz frei jeder Bürde.

Wie Rehe sich strecken,
nackend im Walde,
ein flinkes Silberlicht im Regen!
Protonen rauschen wohlig nieder,
Photonenschauern nieseln golden,
und die Haut wird glatt.

Fort durch Äonen, erhobenen Mutes,
verströmt sie den Lichterkranz. So nur geruht es
der Mutter des Uriel leichthin zu fließen,
das Leben so zärtlich, doch wild zu genießen.

(Anm.: Uriel ist der Engel des Lichts)

Traumblinzeln

Blitzeflinke saust die Summselfliege,
wo ich noch im Dämmerschlummer liege,
zucket emsig in der Sonne Saal
durch des Morgens ersten Wonnestrahl.

Eilet wißbegierig hin und her,
säuft das kurze Leben kreuz und quer,
Flügelschlag um tausend Flügelschläge
folgt sie eckig ihrem wirren Wege.

Und der schmale Spalt im Fensterladen
zielet dünn den lichten Glitzerfaden,
den sie immer sucht und doch nicht findet,
weil er stets im Flug verschwindet.

Darum wird sie fortan jeden Morgen,
für mein blinzelnd’ Aug im Traum geborgen,
weiter zackig ihre Kreise fliehen,
bis die Nacht zum vollen Tag gediehen.

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